Roman über das Leben von Hendrik van Veldeke.
Gleich bei Amazon bestellen ...
Doch lieber zur Buchhandlung in der Nähe ...
... oder die Leseprobe herunterladen
Hendrik van Veldeke war der erste große Schriftsteller der niederländischen und deutschen Literatur, doch sein wahres Gesicht blieb über Jahrhunderte ein Mysterium. Paul Weelen gibt diesem vergessenen Genie eine Stimme und zeichnet das packende Schicksal eines Mannes, dessen Leben zwischen dem Glanz der Kaiserhöfe und der kargen Stille der Klöster zerrissen wurde.
Diese fiktionalisierte Biografie des Dichters Heinrich von Veldeke entführt den Leser in das 12. Jahrhundert, eine Zeit gewaltiger Umbrüche. Hendrik, der am Hofe Friedrich Barbarossas Ruhm erlangte, ist ein Mann der Worte in einer Welt des Schwertes. Doch der Ruhm ist flüchtig: Sein Lebenswerk, die »Eneide«, wird ihm geraubt und bleibt für neun Jahre verschollen. Dieser Diebstahl ist mehr als nur der Verlust von Pergament – es ist der Raub seiner Seele und seiner Identität.
In diesem Panorama einer Epoche im Umbruch zwischen höfischer Minne und Klerus begegnen wir den mächtigsten Gestalten der Staufenzeit, doch Hendriks wahrer Kampf findet in seinem Inneren statt. Es ist eine literarische Erzählung über künstlerische Berufung und religiösen Glauben, die den schmalen Grat zwischen göttlicher Inspiration und menschlicher Begierde erkundet. Werden seine Verse die Zeit überdauern, oder wird der Neid seiner Zeitgenossen sein Vermächtnis für immer auslöschen?
Paul Weelen schreibt mit einer atmosphärischen Dichte, die den Leser unmittelbar in das Hochmittelalter katapultiert. Von der Wartburg bis nach Maastricht entfaltet sich ein historischer Roman über das Hochmittelalter, der die Sehnsucht nach Liebe und die Qual der künstlerischen Frustration spürbar macht. Ein episches Werk über den Mut eines Mannes, der alles verlor, um in seinen Worten unsterblich zu werden.
In der Tradition von Umberto Ecos »Baudolino« und Tanja Kinkels »Die Puppenspieler« bietet dieser Roman einen tiefen Einblick in die Entstehung der europäischen Literatur und die Seele eines Künstlers, der seiner Zeit weit voraus war.